Katzengeschichten

 

   

 

Nach so vielen Informationen rund um unsere "Eisbären" möchten wir Ihnen die Möglichkeit geben ein wenig abzuschalten. Genießen Sie die Geschichten, die wir über unsere weißen Lieblinge zu erzählen haben....

 

Ein Eisbärmädchen zieht ein...

 

Leben mit einer tauben Katze...

 

Snow, der Weihnachtskater...

 

Ein Traum in weiß...

 

Peppino

 

Ein Eisbärchen kommt selten allein...

 

Taub und doch geliebt, die Geschichte eines tauben Hundes
http://www.leveste.de/biggy/biggy0.ht

 

 

 

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Ein Eisbärmädchen zieht ein...

 

Es muß wohl Maijucken gewesen sein, anders können wir es uns nicht erklären. Denn im Mai haben wir uns entgegen aller Vernunft in ein kleines weißes Norwegermädchen , eins von sechs Geschwistern !!!! verliebt.

Die Bilder und die Erzählungen und viele lange Telefonate haben uns dann überzeugt, sie soll bei uns einziehen, egal ob wir mit ihr züchten dürfen oder nicht.

 

Anfang Juni war es dann soweit. Am späten Samstag nachmittag klingelte es endlich an der Tür und Sonja brachte unseren kleinen weißen Traum namens Sma Isbjoern`s (Kleine Eisbären) Jaguar Jadesnow Juwel.

Voller Spannung erwarteten wir, was nach Öffnung des Kennels passiert. Und siehe da, die Schneeprinzessin machte ihrem Namen alle Ehre, spazierte mit hoch erhobenem Schwanz heraus und begann sofort das neue Zuhause zu erkunden. Überhaupt keine Scheu, weder vor uns, noch vor den anderen Katzen. Auf jede Berührung erfolgte sofort ein lautes Schnurren.

 

Csilla und Annette fanden zwar nicht so toll, dass sie gleich ganz oben auf dem Kratzbaum liegen wollte, haben aber auch nur kurz mal gefaucht. Anschließend ging es dann auf den Balkon . Auch hier noch kurzes Gemecker von den anderen.

 

Schön, dass Sonja über Nacht blieb. Nach gutem Essen und vielem Erzählen sind wir dann alle, Menschen und Katzen, todmüde ins Bett gefallen. Jaguar hat die Nacht bei Sonja im Bett verbracht, aber am nächsten Morgen hat sie gleich auch das Obergeschoß erkundet und fühlte sich schon sichtlich wohl in der neuen Umgebung.

 

Schweren Herzens hat Sonja sich dann am Sonntag nachmittag verabschiedet. Und abends durften wir berichten. Jaguar schlief selig und total kaputt im Kratzbaum, eine Schlafsocke gefüllt mit Katzenminze zwischen den Pfoten. Die Nacht hat sie dann bei uns im Bett verbracht. Und ab dem nächsten Tag hat sie dann richtig aufgedreht.

 

Ja und jetzt??

 

Sie hat total Leben ins Haus gebracht, ist unsere kleine Prinzessin „Schmutzpfote“. Überall die erste, immer im tiefsten Dreck. Bringt ständig stolz neue Geschenke ins Haus, wie Steine, Zweige und alles mögliche Getier. Unsere vorletzte Zimmerpflanze ist ihr Opfer geworden. Aber wir können ihr einfach nicht böse sein.

 

Sie wackelt mit ihrem süßen Hintern wie eine Petticoatbraut und versteht dann gar nicht, daß unser potenter Kater Hemingway vielleicht nicht nur mit ihr spielen will. Er ist jedenfalls total verliebt in sie, weshalb sie auch jetzt schon die Pille bekommt.

 

Und wenn sie mit dem albernen „ 9 Kilo Bommy „ fangen spielt, ist das immer ein Erlebnis für den ganzen Haushalt..

Da kann man nur rufen : „Alles in Deckung!!!“

Und ansonsten ist sie immer noch die Schmusebacke, die nie böse wird, sogar wenn wir sie mal baden mußten.

 

Und schnurrt und schnurrt und schnurrt....

 

Eigentlich möchten wir gar nicht, daß sie erwachsen wird!!!

 

*Jaguar hört übrigens sehr gut und wird, sobald erforderlich , natürlich audiometrisch getestet werden.

Wir hoffen, dass es bis dahin konkrete Richtlinien, bzw. ein Zuchtprogramm für weiße Katzen gibt.

 

Mechtild Heinrichs

Longyn`s Norwegische Waldkatzen

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Leben mit einer tauben Katze

Eine weisse Katze, ein Traum den ich mal haben wollte. Mal ,denn ich wollte unbedingt kein taubes Tier. Jahrelange Suche und Ahnenforschung und immer wieder die Angst. Ich wollte keinem Tier das Leben geben, das von vornherein vielleicht schon ein Handicap hätte. Bis dann von Freunden ein "Weißer" bei uns die Nacht verbrachte und mein Mann sich in ihn verliebte.
Der Kater hatte noch keinen tauben Nachwuchs gezeugt und nach einigen schlaflosen Nächten bin ich dann endlich mit einem meiner Mädchen zu ihm gefahren.

Als meine Frutsel dann mit 3 Wochen zeigte, daß sie schwanger war, war ich unheimlich froh und rief die Besitzerin des Katers an. Meine Freude war nur kurz den im den Wurf  den ich gesehen habe, im Alter von einigen Tagen , war ein taubes Kitten - sein Erstes. Ich konnte nicht mehr zurück und nur noch hoffen.
Es konnte doch nicht so sein das gerade bei mir im ersten Wurf ein "Täubchen" geboren würde, andere züchten jahrelang Weiß und haben noch nie taube Kitten gehabt .

Der Wurf wurde geboren und der weiße Kater den wir uns gewünscht hatten war dabei, seine drei Brüder waren alle blau-weiß. Als die Kleinen dann 3 Wochen alt waren war  mir alles klar da von unserem Weißen so eine Seelenruhe ausging. In meinem Herzen wußte ich das er taub war und auch das ich ihn auch dann lieben würde, so wie alle anderen. Ich wollte es nicht aber er war nun mal da.

Als mein Mann abends nach Hause kam erzählte ich ihm von meinem Gefühl und fragte ihm was er dazu meint. Seine Antwort: " Überhaupt kein Problem, wird ja doch mein Bettkater, dann brauchen wir auch nicht darüber zu entscheiden ob er mal ein Wurf zeugen darf und bei den anderen Katern leben muß, perfekt"

Ich fand es allerdings noch nicht so perfekt und war sehr traurig.

Das änderte sich schnell in darauf folgenden Wochen, der Weiße war ein unheimlich lieber Kerl, und noch nie hatte ich eine Kitten das zu allem und jedem so offen war. Er zeigte seinen Brüdern wie man zusammen den Staubsauger  "tötet", wonach er dann wie ein kleiner Prinz sich drauf setzte und sich rumfahren ließ. Er war der Mannschaftsführer.
Schnell lernte er, das wenn ich nach draußen ging er aufpassen mußte ob ich mit den Hunden zurückkam, denn er konnte Sie nicht hören und die beiden waren gewohnt das keine Katze ihnen in den Weg lief. Langsam gewöhnte ich mich an die Idee das er taub war und lernte ihm die " Hand-Sprache". Ich machte täglich Katzenmassage mit ihm, so das wir viel körperlichen Kontakt hatten. Man muß das sehen, erst fängt er an zu schnurren, dann schliesst er die Augen und genießt es.

Mini-Me ist mein Katzenkind und ich liebe ihn - das er taub ist weiß ER nicht, sein Leben ist gut und er liebt es. In unsere Gruppe von 12 Katzen ist er derjenige der immer wieder die Sachen mitmacht oder sich ausdenkt die
andere noch nie machten. Er folgt mir immer und überall. Darf an einer Leine mit den Hunden raus und mit ins Auto, er hilft wenn ich eine Ausstellung mit meinen Bildern einrichte und geht mit in der Galerie / Katzenmotivgeschäft wo alle ihn lieben und ich jedem Käufer sagen muß, das er mir gehört und nicht zu verkaufen ist.

Vor 2 Jahren war ich ganz fest der Meinung das eine taube Katze leiden würde, aber Mini-Me hat mich eines besseren belehrt, nämlich das er überhaupt nicht leidet. Sein Leben ist anders, einfacher als das von anderen Katzen.

Er erschreckt sich fast nie, nur wenn plötzlich etwas hinter ihm steht oder auftaucht. Ob ich denke das er unglücklich ist ?

Nein, er ist das glücklichste Wesen auf Erde, seine Augen folgen allem, er darf nicht aber macht alles was Gott verboten hat.
Ich habe nie gewußt das eine Katze sich soviel Scherze und Streiche ausdenken kann. Er ist nicht ungezogen, meint nur das er es ist. Wenn er nicht mit der Ente im Garten eine Auseinandersetzung hat , dann ist er dabei die Mädels zu ärgern. Er hat beim Dekorieren des Weihnachtsbaums geholfen , hilft auch mit beim Lesen, Frühstück machen usw....... Stunden lang sitzt er vor dem Aquarium und sieht sich die Fische an, dann will er wieder draußen im Teich mit seinem Favoriten Greeny spielen. Der Koi hatte schon ein paar mal drei Striche auf dem Kopf.

Mini-Me weiß nicht, das es eine andere Welt als seine gibt, niemand hat ihm je gesagt das es da auch Geräusche und Laute gibt, also vermißt er es auch nicht. Er hat sich zu einem kräftigen, stabilen Kater entwickelt , welcher mit uns auch Ausstellungen besucht, wo keiner weiss das er taub ist und wo auch nicht danach gefragt wird ob er hört.

Er liebt Menschen und sie lieben Ihm.

Vor einem Jahr habe ich geschworen das da er taub geboren war ich NIE mehr weiß züchten wurde, aber dieses Jahr werde ich wieder ein Wurf mit hoffentlich weiß haben. Werden da taube Kitten fallen dann habe ich für die schon ein Platz, den mein Mini-Me zeigt das er das Leben wert ist und viele Leute wollen einen wie ihn. Ich werde aber nicht mehr dieselbe Verpaarung machen, denn es ist nicht meine Art bewusst taube Katzen zu züchten, das darf auch nicht sein.
Natürlich möchte ich das alle Weißen hören können, aber jetzt weiss ich das eine taube Katze etwas besonderes ist und das sie das Leben und unsere Liebe wert ist.

Renate Leyen

Cattery Zihuatanjeo

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Snow, der Weihnachtskater

Ein schöner Tag. Die Sonne strahlt mit ganzer Kraft vom Himmel auf eine tiefverschneite Erde. Nicht alle haben gleich grosse Freude an dieser Pracht. Snow aber kann sich nicht zurückhalten.

Zum erstenmal in seinem bis jetzt kurzen Leben sieht er Schnee und hüpft voller Übermut in das Unbekannte. Ein weiteres Abenteuer steht ihm bevor.

Eine grosse Mulde entsteht da, wo er hinabgesprungen ist. Noch vor kurzer Zeit wurde er an der gleichen Stelle von Grashalmen gekitzelt. So sehr, dass er niesen musste und die Vögel im gegenüberstehenden Bäumchen ihn auslachten: „Ha du fängst uns nicht!“ Vor lauter Blättern sah er nicht einmal, woher die vielen Stimmen kamen. Doch heute ist alles anders, alles ist weiss, wie sein kurzes Fellchen und das Bäumchen sah so komisch aus. Kahl steht es da und bückt sich unter der weissen Last.

Snow schüttelt sich, er friert und sein Fell wird ganz nass und es wirkt noch viel lockiger als sonst. Vom Bäumchen her hört er ein feines Stimmchen sagen: "Los, beweg dich, sonst frieren dir die Pfoten ab!" Und das hatte Snow auch schon gespürt, fast weh taten ihm seine kleinen Pfoten vor lauter Kälte. Zum Bäumchen hinstapfend, maunzte er: „Du siehst aber komisch aus und wo sind all die vielen Vögel hingegangen? Was ist das, was wir jetzt haben? Es sieht aus wie Sahne und ist so kalt und schmeckt überhaupt nicht?“

Das Bäumchen schüttelte sich vor Lachen und verlor dadurch etwas von der schweren Last. „Jaja,“ knarrte und ächzte es, „du musst nocht viel lernen, lieber Snow. Es ist Winter geworden und nun kommt die kalte Jahreszeit. Nicht alle haben ein warmes Zuhause wie Du. Die Vögel sind fast alle gegen Süden geflogen, wo es wärmer ist und die übrigen Tiere frieren genau wie du jetzt.“

Snow konnte sich das nicht vorstellen. Es war doch so toll im Schnee rumzuspringen und es machte so viel Spass. Als er dann völlig durchnässt war, ging er zurück in sein Körbchen und wärmte sich am Kaminfeuer seiner Menschin.

Aber die Sätze des kleinen Bäumchens liessen ihn nicht mehr los. Morgen wollte er gleich nochmals nachfragen. Vorerst träumte Snow von wilden Abenteuern im tiefen Schnee......

Am kommenden Tag konnte Snow kaum erwarten, dass ihm die Türe geöffnet wurde. Und seine Menschin sagte noch: „Pass auf, mein kleiner Snow, Schnee ist nicht nur schön, er kann auch gefährlich sein. Und geh nicht zu weit weg, ich kann dich schlecht sehen, denn du bist genauso weiss wie der Schnee....“

Snow hörte den Rest der Ermahnungen nicht mehr. Er setzte Pfötchen vor Pfötchen, schüttelte sie dann mächtig und entfernte sich immer mehr. Auch die Rufe des Bäumchens, er möge doch hier bleiben, überhörte er.

Nach einer Weile kam er zum Waldrand. Hier hatte er im Sommer und Herbst mit den Käfern, Eichhörnchen und den Rehen gespielt. Sogar kleine Mäuschen lernte er kennen und Schmetterlinge tanzten auf seiner Nase herum. Heute war das alles ganz anders. Weiss soweit er sehen konnte und Snow hatte Mühe, festzustellen, wo oben und unten war. Alles sah so fremd aus. Und vergebens suchte er die Schmetterlinge und auch die Mäuschen fand er nicht.

Gerade wollte Snow versuchen, den Heimweg zu finden, da raschelte es über seinem Kopf. „Hallo du da, du Weissling, wo willst du denn hin?“ „Ich weiss es nicht“, flüsterte Snow, sehr unsicher, denn diese Stimme hatte er noch nicht gehört. „Was heisst, ich weiss es nicht! Du musst doch wissen, was du willst, kein Tier geht freiwillig irgendwohin bei soviel Schnee. Guten Tag übrigens, ich bin Squirrel, das Eichhörnchen und ich kenne dich. Ich komme manchmal bis zu deinem Garten und suche mir leckere Nüsse für meinen Vorrat. Deine Menschin ist lieb, sie denkt an uns alle.“ „Wieso muss sie denn an euch denken“, fragte Snow, schon etwas mutiger, denn Squirrel schien ja nicht gefährlich zu sein. „Ja, weil wir im Winter doch kein Futter finden, ist alles zugedeckt vom Schnee. Harte Zeiten für uns Nager und Vögel und auch die Rehe im Wald haben es nicht leichter.“ „Oh, das habe ich nicht gewusst, ich bekomme mein Futter immer in der Küche, und immer wann ich will. Ich kenne keinen Hunger.“

„Dann mögen du und deine armen Freunde diese weisse Pracht gar nicht so sehr? Oooooh, wenn ich nur reden könnte, ich würde meiner Menschin sagen, dass sie für euch alle sorgen soll. Aber mein Miauen versteht sie nicht immer -und so eine Bitte ist schwierig zu erklären.“

Squirrel setzte sich neben Snow und beobachtete diese kleine Katze sehr genau. Normalerweise würde er weit wegspringen, denn Katzen sind nicht gerade seine Freunde. Snow aber gefiel ihm und sein lockiges Fellchen sah aus, wie wenn Squirrel Spuren in die Schneedecke zeichnet mit seinem buschigen Schwanz. Snow schien wirklich aussergewöhnlich zu sein und Squirrel mochte ihn. Sie tobten in der verschneiten Wiese herum, sprangen in die kleinen Tännchen und buddelten unterirdische Tunnels in den Schnee.

Squirrel erklärte Snow, dass da unter der Erde auch Tiere wohnten, die sehnsüchtig dem Frühling entgegen schlafen. Das konnte sich Snow nicht so recht vorstellen. Mehr als einen halben Tag konnte er nicht verschlafen. Jeder Tag hatte soviel Neues und Interessantes.

„Sag mal Squirrel, was ist denn das Interessanteste an der Schneezeit?“ Squirrel hustete und lachte dann so laut, dass sogar einige Rehe neugierig an den Waldrand kamen. „Snow, die Schneezeit nennt der Mensch Winterzeit. Und das schönste an dieser Zeit ist Weihnachten.“ „Weihnachten? Was ist das, bitte erklär es mir?“

Snow und Squirrel sind so ruhig im Schnee sitzengeblieben, dass sich viele andere Freunde dazugesellt hatten. Beide haben es nicht gemerkt. Da suchten Rehe unter dem Schnee nach etwas Gras, Raben sassen in den Ästen und passten auf, dass keiner störte. Auch ein Fuchs hörte neugierig zu und viele dagebliebene Vögel lauschten den beiden.

„Weihnachten ist ein ganz besonderes Fest, für uns Tiere genauso wie für die Menschen. Sicher ist dir aufgefallen, dass deine Menschen sehr geheimnisvoll tun.“ „Jaja“, sprudelte es aus Snow heraus. „Sie haben so lustige Sachen, womit ich sehr gut spielen kann. Meine Menschin sagt zwar, dass es kein Spielzeug ist, aber es ist so interessant. Und im ganzen Haus duftet es, sie sind fast den ganzen Tag in der Küche und backen lauter duftende Sachen. Und am Abend nimmt meine Menschin zwei Stricknadeln in die Hand und bewegt die so lustig, dass ich einfach nicht widerstehen kann. Und lauter kleine Schachteln und Tüten stehen überall herum, einfach paradiesisch zum Spielen. Das also ist Weihnachten??“

Squirrel und alle inzwischen dazugekommenen Tiere lachten. „Nein, das ist nicht Weihnachten, das ist die Vorbereitung für Weihnachten. Es wird dunkel, wir müssen dich jetzt nach Hause begleiten, sonst sucht dich deine Menschin. Wir können uns morgen nochmals sehen, dann erzählen wir dir das Geheimnis von Weihnachten.“

Snow war natürlich sehr aufgeregt, mochte gar nicht bis zum morgigen Tag warten, aber er wusste auch, dass sich seine Menschin jetzt schon grosse Sorgen machte.

Gemeinsam kamen sie in seinem Garten an. Snow hatte in seinem Herzen schon Weihnachten, er wusste es nur noch nicht.

Seine Menschin war überglücklich, wunderte sich etwas über diese neuen Freundschaften von Snow, stellte ihm das Futter hin und knuddelte ihn dann ausgiebig. Snow war müde und legte sich zusammengerollt auf die Knie seiner Menschin und träumte von seinen Erlebnissen. Manchmal zappelte er mit den Beinchen, dann zuckten seine Ohren, dann maunzte er und erzählte in seinem Traum seiner Menschin seine Weihnachtsgeschichte. Natürlich konnte sie ihn nicht verstehen, aber Snow war sehr glücklich, das konnte seine Menschin sehen. Sie wunderte sich nur, dass Snow heute keine Lust mehr hatte auf Lametta, Bastelartikel, Weihnachtsgebäck und Wolle.......

Früh am nächsten Tag stapften Snow und seine Menschin Richtung Waldrand. „Snow, du kannst doch nicht mitkommen, das ist viel zu weit. Ich gehe eine kleine Tanne holen, denn heute ist Heilig Abend“. Doch da tätzelte Snow nur noch entschlossener neben seiner Menschin her. Er musste heute unbedingt seine neuen Freunde wiederfinden, er wollte doch das Geheimnis der Weihnachtsnacht erfahren.

Gut getarnt am Waldrand warteten sie auch schon auf Snow. Nur, was sollten sie jetzt tun? Da kam ein Mensch und sie wollten sich nicht zeigen. Squirrel packte allen Mut zusammen und hopste über die Schneewiese. Snow freute sich unheimlich und rannte ihm entgegen, mehr purzelte er. Seine Menschin fand das sehr spassig und quietschte vor Freude. Ihr Snow spielte mit einem Eichhörnchen! Fast hätte sie den Grund des Waldspazierganges vergessen. „Sag mal Snow, sind das etwa noch alte Schneespuren von gestern? Da hast du dir aber einen süssen Freund ausgesucht. Bitte komm bald nach Hause, heute ist eine ganz besondere Nacht und du sollst nicht draussen bleiben oder gar frieren.“

Snow wünschte sich in dieser Minute nichts sehnlichster, als dass seine Menschin nach Hause gehen würde. Er war so zappelig, unheimlich aufgeregt und gar nicht fähig, auf den Wunsch seiner Menschin zu achten.

Bald aber versammelte sich die ganze Schar der Tierfreunde und noch einige Neue kamen dazu. Ein wahrlich weihnachtliches Bild. Squirrel sagte dann, dass in der Nacht zum Weihnachtstag etwas ganz Besonderes passieren werde. Alle Menschen, die Tiere lieben, würden in dieser Nacht reich beschenkt von ihren Lieblingen. „Was denn, fragte Snow, ich habe doch gar nichts, was ich meiner Menschin geben könnte.“

„Oh doch Snow! Alle Tiere können in der Weihnachtsnacht zu ihren Menschen reden, wenn sie es sich wünschen.“ Klar, dass es nur ganz besondere Menschen sind, die dieses grosse Geschenk erhalten können. Denn welches Tier will sich mit jemandem unterhalten, der nicht besonders lieb zu ihm gewesen ist? Snow riss seine Augen auf, ganz gross und fragend. „Ehrlich Squirrel, ich kann heute Nacht mit meiner Menschin reden? Und sie versteht mich auch? Das ist ganz toll, oh, was ich ihr alles sagen werde..!“

Squirrel verstand zwar diesen Übermut nicht ganz, aber auch er hatte durchaus Menschen kennengelernt, die es ihm Wert wären, dass er mit ihnen reden würde. Aber Squirrel verabschiedete sich und kletterte flink auf die nächste Tanne. „Tschüss Snow! Ich hoffe, wir treffen uns mal wieder, es war schön mit dir!“ „Klar treffen wir uns wieder, wir sind doch Freunde!“

 Völlig durchnässt vom Schnee kam Snow nach Hause. Seine Menschin hatte ein herrliches Futtertellerchen für ihn bereitgestellt. Zuvor trocknete sie ihn ab und lächelte: „So mein Held, heute ist die heilige Nacht, aber was sage ich dir, du verstehst es ja nicht“. Snow schmiegte sich schnurrend an seine Menschin. Um Mitternacht wird sie ein Wunder erleben, dann kann Snow seiner Menschin alles sagen, was er auf dem Herzen hatte - und sie würde es dann verstehen können!

Snow kuschelte sich ganz fest an seine Menschin, diese Nacht gehörte den beiden. Sie wollten sich um Mitternacht so vieles erzählen und sich freuen, dass der andere es verstehen konnte. Sie schliefen ein - und das Glockengeläute am 1. Weihnachtstag weckte beide auf. Nun hatten sie doch tatsächlich die Mitternachtsstunde verpasst!

„Snow, stell dir vor, ich wollte dir so viel sagen heute Nacht, etwas über das Geheimnis, etwas über die Weihnacht für Menschen, ganz viel für Dich - und nun haben wir es verschlafen.“ Snow kuschelte sich an seine Menschin, maunzte, miaute, schnurrte und gab Küsschen. Und seine Menschin hat ihn auch so verstanden, ohne Mitternachtsstunde an Heilig Abend.

Uschi Schwarzenbach

Cattery Siam Castel - Frizzled frolic

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Ein Traum in weiß...

Es ist schon ein paar Jahre her als wir uns zum Kauf einer weißen Katze entschlossen. Eigentlich fing alles ganz harmlos an. Wir hatten einen schwarz-weißen Hauskater und da wir beide berufstätig waren wollten wir unserem Mitbewohner einen kleinen Freund ins Haus holen, damit es auch ihm nicht langweilig wurde. Wir hatte beschlossen es sollte etwas ganz besonderes sein. So erkundigten wir uns über verschiedene Rassen und blieben am Ende an der Rasse Türkisch Angora hängen.

Ein Bild bestätigte unser Vorhaben. Es war das Bild einer weißen odd-eyed Katze. Noch heute habe ich dieses Bild vor Augen. Das Tier strahlte eine unheimliche Eleganz aus. Das seidige Fell umhüllte das Tier wie einen Mantel und die Augen blickten durch mich hindurch.

Nach einiger Suche fanden wir schließlich einen Züchter , der noch Jungtiere hatte. Die 2,5 Stunden Fahrt kamen uns wie eine Ewigkeit vor. Als wir ankamen lagen da 4 schneeweiße Türkisch Angora Kitten zusammengerollt auf einem Kissen und schliefen sanft wie Engel.

Die Wahl viel uns sehr schwer . Es war ein kleiner weißer Bube mit einer etwas dreckigen Nase. Er sah uns an wie die Katze auf dem Bild und wir wussten, er war es, der uns noch viele schöne Stunden in unser Haus bringen sollte. Wie oft beobachteten wir den kleinen Mann heimlich wenn er sich an Vögel heranpirschte oder einfach nur in unserem Gehege herumtollte und auf Bäume sprang. Durch seine weiße Farbe sah das Ganze viel graziöser aus, und wir genossen diese Augenblicke ganz besonders.

Wir haben heute zwei weiße Katzen und noch immer sind sie etwas besonderes in unseremLeben. Manchmal sitzen sie da , stolz wie Statuen, ihre Ausstrahlung, der Blick ihrer Augen.

Es ist für uns unvorstellbar das es diese wundervollen Tiere vielleicht bald nicht mehr geben wird .

Aus dem kleinen Kater ist inzwischen ein gestandener Kater geworden, der aber noch immer ab und zu eine dreckige Nase hat.

 

Claudia Rudewig + Wolfram Schmid

Cattery Muhammet's Kedi

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Peppino...

 

Gestatten: weiß, taub, von Geburt Norweger und laut meines Menschen unendlich liebenswert.

Mein Name: Peppino!

Ja, ja ich weiß schon: eigentlich sind wir Tauben ja zu bedauern und bald sogar zum Aussterben verurteilt.
Ihr habt bloß keine Ahnung!
Unser Leben kann soooo schön sein...

Von vorne bitte:
Geboren wurde ich am 22.12.99 und bald schon waren meiner Mutter und meiner Züchterin Melanie klar, daß etwas mit mir nicht stimmte, ich war und bin nämlich stocktaub.
Oh Graus!
Aber es gab da eine "bekloppte" Katzenfreundin in Essen, die nur mal zu Besuch kam, und sich trotz der eingehenden Aufklärung über mein Gebrechen (??) auf den ersten Blick in mich verliebte.
(Ging mir auch so, aber psst... man hat ja seinen Stolz; ich hab mich ihr geradezu an den Hals geworfen, Ihr wißt schon...)

Na jedenfalls schon mit sechs Wochen wurde ich in mein neues zu Hause gebracht, damit meine drei anderen Kollegen sich an mich und mein Verhalten gewöhnen konnten. (Nennt man den Welpenschutz ausnutzen!)
Zuerst natürlich, au weia...aber ich hab doch nicht gehört, daß mich alle anfauchten und ging daher fröhlich meines Weges. Die waren vielleicht genervt!

Nach ein paar Tagen gedoch hatte sich der ganze Rummel um meine Person schon gelegt; ich glaub´ meine neuen Freunde spür(t)en, daß ich nicht so ganz in Ordnung bin.
Und da mein Frauchen mich auch nie rief oder ansprach, waren sie auch nicht mehr so eifersüchtig.
(Heute sind wir die allerbesten Freunde: "Cheffe" zum Spielen, Maxemann zum Putzen und Kuscheln (übrigens beide Norweger wie ich) und die kleine Thingye Emma zum Toben.
 

Mein Frauchen hatte aber auch viel Ärger durch mich: ständig habe ich was runtergeworfen oder mit meinem thingyen Popo umgeschubst.
Und da ich das Scheppern und Klirren ja nun mal nicht hören kann, bin ich auch nicht erschrocken und habe somit nichts dazugelernt (aber so erzieht man seinen Menschen dazu, nicht so viel Kingerlitzchen rumstehen zu lassen!) und Fensterbänke sind schließlich zum Rausgucken und Ausruhen da!

Nur meine Kumpels, die sind natürlich immer zusammen gezuckt und mein Mensch hat immer schön böse mit mir geschimpft, aber nur für die Anderen, damit die nicht denken, nur sie kriegen Ärger und der Kleene darf alles!
Ich hab´s eh nicht gehört.
Aber wenn es ihr zu bunt wurde, hat sie den Nackengriff angewandt und/oder mich angepustet und das kann ich nicht leiden und so habe ich trotz aller Liebe auch Respekt gelernt. Winken heißt Aufmerksam sein, mit der Hand auf das Sofa klopfen: Schmusen? etc.
Und Blickkontakt ist ebenfalls sehr wichtig.

Mein Mensch hat von Anfang an drauf geachtet, daß ich trotz meiner Behinderung lerne, volles Vertrauen haben zu können.
Schmusen, schmusen, schmusen, toben spielen etc.
Nie bin ich gezwungen worden, etwas über mich ergehen zu lassen, wass ich nicht mochte, nie im Schlaf geweckt worden- außer zum Fressen (und glaubt mir, wenn ich schlafe, dann sehr sehr tief, so tief, daß ich es mittlerweile noch nicht einmal für nötig befinde aufzuwachen wenn sie mir die Knoten aus
dem Fell  schneidet.
Oder Maxemann mich putzt!
Besonders gern schlafe ich übrigens auf dem Rücken, alle Viere von mir gestreckt, himmlisch. Wozu auch einrollen? Mir passiert ja nix!


Taub zu sein ist gar nicht so schlimm, ich habe soooo viel lebensfreude in mir und vor nichts und niemanden Angst, "kannste" mir glauben.
Mein Mensch sagt, ich sei eine supersüße Socke und für nichts in der Welt würde sie mich eintauschen und sie würde es jederzeit wieder genauso machen.

Man muß mich nur ganz einfach (wie alle anderen Lebewesen auch!) gut behandeln. Und nicht (v)erschrecken. Dann bekommt Ihr den besten Kumpel der Welt!!!
Seht nur zu, daß ich keine Langeweile kriege, denn das passiert schnell, weil meine Sinne ja nicht durch Geräusche zudem überreizt sind.
Und alleine gehalten zu werden , wär bestimmt auch doof!

Mein Mensch sagt, genug geschwafelt...
Nun gut, aber ein letzter Satz:
auch für kleine, weiße, taube Katzen gibt es das Pradies auf Erden!

Man nennt es: geliebt zu werden.... wie man eben ist.

Tschau
Euer Peppi!

geschrieben von Marion Marquaß

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Ein Eisbärchen kommt selten allein...

 

Nachdem Merlin´s erster Wurf, eine Einlingeline  mit Namen Ipanema – weiß odded eyed – nun langsam auszog, nahte die Zeit seines zweiten Wurfes, diesmal mit Betty Boo als Mama.

Es zeigte sich schon recht früh, diesmal würde es wohl mehr Kinder geben und ich war sehr gespannt.

Am 02.02.2001 war es dann soweit, nach endlosem warten, so kommt es mir jedes Mal wieder vor, es war bereits 1.30 Uhr morgens, ich war gerade im Bett, sagte Betty mir unmissverständlich nun geht es los! Ich also wieder angezogen und vor die Wurfkiste.

Betty streicheln und mehr mir als ihr gut zureden, das sie eine tolle Mama ist und das alles ganz fantastisch macht. Dann war es soweit das erste Baby kam – ach war ich gespannt – ob es wohl ein weißes wird?

 

Ja, es war ein weißes Baby – freu´ und ich notierte gleich die Merkmale, um es falls noch  etwas weißes kommt von den anderen unterscheiden zu können!

 

Merkmale bei weiß fragt Ihr Euch nun bestimmt, ja z,B. ein Genfleck, das Geschlecht oder einfach die Proportionen, schmaler Kopf, Rumskopf, lang und elegant oder eher ein Brecher! Ich sollte noch viel zu notieren haben, denn auch das 2. und 3. Baby waren weiß. Ich freute mich und sagte:“ So die weißen haben wir und nun kommen die farbigen Babies!“

 

Weit gefehlt auch Baby Nr. 4 und 5 waren weiß und ich wurde es langsam auch – wie sollte ich sie unterscheiden? Bekommen alle ein schönes Zuhause? Ich hatte zwar Vorbestellungen, ja aber auf black tabby, rot und bunte Mädchen!

Betty war nun fertig dachte ich, mittlerweile war es 5.30 Uhr morgens – ich total gerädert – man fragt sich für wen es eigentlich anstrengender war und es fehlte noch eine Nachgeburt.

Ich also noch mal Himbeerblättertee geholt, um Betty etwas zu unterstützen, mir selber auch einen Tee – eigentlich wollte ich lieber einen Brandy, aber um 5.30 Uhr !! Und dann lag´ da noch etwas unter Betty´s Schwanz, ich freute mich – ah – die Nachgeburt ist da, hat ja toll geklappt, nehme den Schwanz hoch und werde ohnmächtig Nr. 6 – natürlich weiß – was sonst, war gerade angekommen! Und Sonja völlig mit den Nerven am Ende, so was hatte ich ja noch nie gehört – 6 Babies und alle weiß !

Merlin hatte also ganze Arbeit geleistet, es schien das er der Meinung war, wenn schon Kinder von Ihm dann bitteschön auch standesgemäß in weiß! Nun war ich wirklich reif für die Insel und habe erst mal morgens um 6 Uhr Mascha – Merlin´s Menschenmama und unsere Oma angerufen, um Ihr von dem „freudigen Ereignis“ zu berichten.

Etwas verschlafen, lachte Sie sich halb tot und meinte nur ganz trocken –

Du liebst doch weiß, nun hast Du es !!

Und ehrlich gesagt hatte sie ja vollkommen Recht – ich liebte und liebe Weiß und möchte keines der 6 kleinen Eisbärchen gegen ein farbiges eintauschen. Verwechselt habe ich sie übrigens nie!!

Und wenn die Leute Farbige wollen bitte , sollen sie , sie wissen ja nicht was Ihnen entgeht!

 

So eine Freude die kleinen mit ihrer farbigen Mutter in der Wurfkiste zu beobachten und Merlin ganz stolzer Papa und Ehemann bewacht Frau und Kinder eifersüchtig – ein Wunder!

Und ein Baby schöner als das andere.

Das es auch noch 5 Mädchen und 1 Junge waren, verwunderte mich dann auch nicht mehr !

(Wo Betty doch in Ihren bisherigen 2 Würfen nur Kater bekommen hatte)

 

Diese weißen Fellknäule durch die Wohnung wuseln zu sehen, ein echtes Erlebnis. Die Leute die sich dann entschließen konnten und ebensolche Weißfans sind wie ich waren wirklich begeistert  und konnten sich leider kaum entschließen welches Baby es denn nun sein sollte.

Aber wir hatten ja Zeit und jeder ist zu seinem Herzenskind gekommen.

Ich freue mich immer wieder über diesen Wurf und bin auch etwas Stolz wie schön er war und noch heute ist. Mit 14 Wochen haben wir uns dann in der Öffentlichkeit präsentiert und konnten  2 x Bester Wurf ( es waren immerhin 6 Halblanghaar Würfe in Konkurrenz) und 2 x Bestes männliches Jungtier mit nach Hause nehmen – wenn das kein Erfolg war !

Insgesamt haben die „J´s“ schon 6 x BIS – Siege erringen können und das wo sie gerade mal etwas über 1 Jahr alt sind und eher in homöophatischen Dosen ausgestellt werden.

Heute haben sie sich alle zu wunderschönen, typvollen Norwegern mit reichlich Fell und einer enormen Größe entwickelt  und haben Ihre neuen Zuhause sowohl die 2 – als auch die 4-Beiner fest im Griff.

 

Die zweite Auflage dieser Story ist in Arbeit – mal gucken  was Betty diesmal in Ihrem Beutel hat – vielleicht gibt es das nächste mal die ganze Story in farbig!!

Lassen wir uns überraschen....

Viele liebe Grüße

Wünschen Sonja Krieger & Eisbärchen

Cattery Sma-Isbjörn's