Betroffene Rassen

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Auch andere Rassen sind vom §11b betroffen. Wir möchten sie Ihnen hier kurz vorstellen.

Aus welchem Grund sie betroffen sind können Sie in der Auslegung des §11b  lesen. Die Ansprechpartner für Fragen etc. finden Sie in der Rubrik Anspechpartner.

 

Perser Katzen, Exotic Shorthair

 

Rex Katzen (Devon-, Cornish-, German-, Selkirk Rex u.a.); Sphinx

 

Scottish Fold, Highland Fold, Pudelkatze

 

Manx, Cymric,Japanese Bobtail, Kurilen Bobtail

 

Türkisch Van, Türkisch Angora

 

 

Perser

 

Seit 1965 wird diese Katzenart offiziell Perserkatze genannt. Über ihre Herkunft gibt es verschiedene Theorien Einer der Aussagen, die am wahrscheinlichsten klingt, benennt Pietro della Valle im 17. Jahrhundert, als er erstmalig auf seinen Reisen durch den Vorderen- und Mittleren Orient Langhaarkatzen beobachtete. Aus Chorassan, dem heutigen Iran brachte er einige langhaarige Katzen nach Europa. Ende des 19. Jahrhunderts konnten dann die ersten Langhaarkatzen auf einer Ausstellung in London bewundert werden.

 

Zuerst gab es weisse und schwarze Perser, später folgten dann die blauen, roten, und cremefarbenen Varianten. Heute gibt es Perserkatzen in allen denklichen Farbspielarten von einfarbig über gestromt, gescheckt, zweifarbig und dreifarbig. Am besten können die verschiedenen Farben auf Ausstellungen bewundert werden, die das ganze Jahr über im gesamten Bundesgebiet durchgeführt werden. Wer sich für Perserkatzen interessiert, sollte sich zuerst durch Fachbücher, Videos oder Broschüren und von Katzenzüchtern/vereinen beraten lassen. Vom Spontankauf ist in jedem Fall abzuraten, da diese Tiere relativ pflegeintensiv sind.

 


Unsere Herkunft läßt sich sehr weit zurückverfolgen, maunz. Schon für die alten Kulturvölker, im 16. Jahrhundert, die große Getreidevorräte hatten und Ackerbau betrieben, waren Mäuse fangende Katzen sehr nützlich. Erst sehr viel später begannen die Ägypter sich Katzen zu halten, was ich sehr vernünftig finde. Es entwickelte sich ein wahrer Katzenkult. Verstorbene Katzen wurden einbalsamiert und in Särgen zu Grabe getragen. Ja, sogar wenn einer eine Katze tötete, wurde er selber mit dem Tode bestraft. Ich finde das etwas übertrieben, aber bitte, wenn es doch so war.

Das Bedürfnis nach kuscheligen, warmen Ruheplätzen, die uns Sicherheit und Geborgenheit bieten hat der Mensch auch. Deshalb gibt es in der Höhle von Lascaux in der Dordogne, die über 15 000 Jahre alt ist, den 'Saal der Katzen'. Menschliche Vorväter bauten ihn damals als Zeichen der Zuneigung und Liebe zu uns. Sie widmeten ihn unseren Ahnen. Auch Höhlenbemalungen und Ritzzeichnungen auf Knochen und figürliche Darstellungen sind dort zu sehen. Es liegen auch Schriften vor, die belegen, dass wir Katzen einen göttlichen Rang einnahmen. 'Bastet' wurden wir in der ägyptischen Kulturepoche genannt und hatten eigene Tempel.

 

Höchste Zuneigung und größte Sorgfalt wurde uns gewidmet, denn wir sorgten dafür, dass die Sonne wiederkam. Zumindest nach dem Glauben der alten Ägypter. Unser Ansehen blieb auch in späteren Hochkulturen bei den Menschen erhalten. In arabischen Kulturen und in Fernost wurden wir zu den Lieblingen von Adligen, Königen und Kaisern.

Von Ägypten aus gelangten wir Katzen über Griechenland nach Rom. Die Römer hatten nämlich auch so ihre Plage mit den Mäusen auf den Getreidefeldern.


Bei den Römern kamen wir sogar zu militärischen Ehren. Britannische, burgundische und normannische Adelsgeschlechter wählten uns zu ihren Wappentieren. Der Weg von Mitteleuropa über die Alpen war nicht weit. Wir
Katzen blieben bis zu Mittelalter in Europa ein kostbares, seltenes Haustier. Wir genossen unsere große Wertschätzung, schließlich wurden wir durch strenge Gesetze geschützt. Waldwildkatzen, die sich mit Hauskatzen paarten bekamen Jungtiere, die ihren Wildtiercharakter behielten. Deshalb galten ab dem Mittelalter Katzen plötzlich als teuflische Wesen. Die Menschen dachten damals, dass sich Hexen und Teufel in schwarze Kater verwandeln können. Das wird gefährlich, weil mein Frauchen seit einer Woche zu mir sagt, dass ich einen kleinen Bruder bekomme. Timmy soll er heißen.


Einen schwarzen Kater. Oh, oh! Na ja, auf jeden Fall war unser Ansehen von diesem Aberglauben sehr angekratzt, miau. Gott sei Dank, hat sich das geändert, schnurr.

 

Wir langhaarige Katzen stammen vermutlich aus dem Vorderen und Mittleren Orient, oder aus der Region der türkischen Stadt Ankara, nach der wir Angorakatzen genannt wurden. Es gibt auch Vermutungen, die behaupten, dass
Langhaarkatzen aus Hauskatzen entstanden, deren längeres Fell entwickelt wurde durch die Auslese von Züchtern. Katzen deren Fell durch Kälte oder Umwelteinflüssen länger war, dienten als Grundlage für diese Züchtung. In einer anderen Variante heißt es, dass wir Perserkatzen von der turkestanischen Sicheldünen bzw. Barchankatze abstammen, denn diese Katzen ähneln uns heute noch. Tja, wie soll ich, kleiner Andy das wissen , wenn noch nicht mal die Wissenschaftler etwas genaues wissen.

 

Gegen Ende des 16.Jahrhunderts kamen wir Langhaarkatzen nach Europa, allerdings die Züchtung von Rassekatzen wird erst seit 100 Jahren durchgeführt. Dabei handelte es sich meist um weiße Katzen. So ein schöner weißer Kater, wie ich einer bin, maunz. Rassenkatzen sind in Vorderasien schon seit 400 Jahren bekannt. Im 16. Jahrhundert gelangten wir Perserkatzen aus der Türkei nach Europa. Wir wurden als indische, chinesische oder französische Katzen bezeichnet. Und wie gesagt, meist mit weißen Katzen. Erst anfangs diesen Jahrhunderts wurde ein Rassestandard, nach dem sich das Zuchtziel ausrichtete entworfen. Jede Farbvariante hat ihre eigene Geschichte, deshalb kann man unser jetziges Erscheinungsbild im Bezug auf die Entwicklung nicht für die ganze Rasse verallgemeinern.


Die ersten Tiere tauchten in Europa gegen Ende des 16. Jahrhunderts auf. Es gibt zahlreiche Abwandlungen, die sich in der Färbung unterscheiden. Der Körper der Perserkatze ist gedrungen und hat eine feste Muskulatur, ihre Beine sind kurz und breit. Der kleine Kopf hat große runde Augen, volle Wangen und eine flache Schnauze.


Das Tier fällt besonders durch sein Fell auf. Es ist voll, seidig und bildet um den Hals herum einen Kragen, der in Form einer Manschette an den Vorderpfoten ausläuft. Der kurze dicke Schwanz gibt ihr eine königliche Haltung. Die am meisten verbreiteten Perserkatzen sind die schwarze Perserkatze, kurz und gedrungen, mit starkem Kopf; die rotgestromte mit orangefarbenem Fell und kupferfarbenen Augen; die schildpattfarbene, fast immer weiblich, schwarz, rot, cremefarbig mit orangefarbenen Augen; die blaue Perserkatze, mit starkem Körper, gewölbter Brust und großen kupferfarbenen Augen.


Schließlich gibt es noch die weiße Perser mit blauen Augen. Sie hat durch die Inzucht ein Manko:
Es gibt leider immer mehr taube Tiere darunter.


Und da ist noch die weiße Perserkatze mit  ambrafarbenen Augen.

Claudia Schellhammer

 

Cattery von Schellhammer

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German Rex

Wer kennt sie schon genauer, diese German-Rex-Katze, die um ihren Platz in der Katzenwelt kämpfen musste? Wer hat sie eigentlich schon richtig angesehen? Man muss ja auch viel Glück haben, um diese Rassekatze überhaupt auf  Ausstellungen zu finden, nur selten wird sie da gezeigt. Der Züchterkreis ist klein, stets sehr klein geblieben.

Kein Wunder, machten ihr doch die später eingeführte Cornish Rex und Devon Rex den Rang streitig in der Gunst des Publikums. Mag auch sein, dass ihre Unbekanntheit daher kommt, dass die German Rex in Berlin-Buch, also im (ehemaligen) Ostteil der Stadt, ihr Debüt gegeben hat und ihre Schönheit im Verborgenen zu blühen begann.
Da möchte man meinen, dass sie wenigstens dort Karriere machen konnte - weit gefehlt.

Züchterisch steckt schon einiges in ihnen, den Deutschen Rexen, auch wenn zunächst aus Unkenntnis Irrwege beschritten wurden, indem man Paarungen mit den englischen Mutationen versuchte.

So kam die Katze zu ihrem Namen "Rex-Katze".
Als deutsche Katze müsste sie eigentlich auch einen deutschen Namen tragen. Aber sogar dafür und für den Platz im Standard musste sie ihr bescheidenes Stimmchen, das der Rex-Liebhaber so schätzt, ertönen lassen, lauter als es ging, um sich Anerkennung zu verschaffen. Dabei war die German Rex sogar die erste von allen, älter als die später aufgetretenen englischen Mutationen, deren Entdecker ein Bauer war der Rex-Kaninchen züchtete und sich wunderte. Sie verglichen das noch nie gesehene Fell mit dem ihrer Rex-Kaninchen und fanden es ähnlich. So kam die Katze zu ihrem Namen Rex-Katze.
Die Briten übernahmen diese Bezeichnung dann auch in ihren Standard, während man für die erste, in Deutschland schon existierende Katze dieser Rasse, noch gar keinen entsprechenden Namen hatte. Ihre Besitzerin wusste schon um die Besonderheit und stellte ja auch erste Zuchtversuche an, nannte die Katze freilich ihres Felles wegen einfach nur "Lämmchen".

Aber mit "Lammkatzen" hätte man sie im Standard kaum führen können. In Deutschland war damals in der schweren Nachkriegszeit die Rassekatzenzucht und -haltung ohnehin unterentwickelt und niemand machte sich Gedanken darum.

Die Geschichte der German Rex beginnt vor mehr als 70 Jahren.
1930/ 1931 wurden in Königsberg (Ostpreussen) 2 blaue Katerchen geboren. Der Vater war ein Russisch blau und die Mutter eine braune Angorakatze. Das Besondere an diesen 2 Katerchen war ihr Fell; gelockt, weich, kurz und es bestand nur aus Unterwolle.

Einer dieser Kater kam in den Besitz von Frau Schneider. Sie nannte ihn "Munk". Sie fand ihn so aussergewöhnlich, dass sie Munk bei einem Fotografen ablichten. Dieses Foto lässt beweisen, das es die gelockte Katze schon 1930 gab. Munk lebte als Straßenkater und starb 1945.

Neubeginn in Berlin
6 Jahre später, also 1951, fiel dann der Ärztin - Frau Dr. Rose Scheuer-Karpin - im Garten der Berliner Hufeland-Klinik eine verwilderte gelockte Katze auf. Sie war dem Klinikpersonal bestens bekannt, dieses Tier wurde schon mindestens 4 Jahre durchgefüttert und von ihrer Vorbesitzerin im Gelände zurückgelassen, wohl wissend, dass für die Katze weiter gesorgt werden wird.

Es gelang Frau Doktor, die Katze mit dem gelockten Fell ins Haus zu holen.

Das Fell war schwarz, mit wenig weiss. Frau Dr. Scheuer-Karpin tippte gleich auf eine Mutation und nannte die Katze "Lämmchen", des gelockten Felles wegen. Gleichzeitig holte sie sich auch den ebenfalls im Garten lebenden Kurzhaar-Kater "Blackie" ins Haus.

Für Frau Dr. Scheuer-Karpin galt Lämmchen als die Urmutter aller German Rex Katzen. Erst später erfuhr sie, dass es eine Katze sein könnte, deren Vorfahre Munk gewesen sein kann.

Um die natürliche Mutation zu beweisen, sollte Lämmchen mit einem ihrer Söhne gepaart werden. In diesem Wurf befanden sich zwei gelockte Katzen. Damit war bewiesen, dass das Rexfell durch eine Mutation entstand.
Nach dem Krieg gingen leider fast alle Rex-Katzen ins Ausland. Diese neuartigen Katzen wurden beliebte Tauschobjekte für Lebensmittel oder Dollars. So kam die German Rex nach USA und England. Sie wurde später mit Cornish- und Devon-Rex Katzen gekreuzt und schon bald gab es keine reinen German Rexe mehr.

Aus diesen Verpaarungen kamen drei Katerchen, welche die Stammes- Geschichte der German Rex beeinflussten. Christopher Columbus reiste ebenfalls in die USA, Marco Polo kam auf spektakulären Umwegen (deshalb auch der Name) nach Frankreich und Curlie blieb in der damaligen DDR.

In den 60-er Jahren bemühte sich vor allem der Zwinger "vom Grund" um die German Rex. 1966 wurde Jeannette vom Grund geboren. Sie war die erste German Rex, die ein CAC erhielt, anlässlich der Internationalen Rassekatzenausstellung 1970 in Prag.

Man weiss, dass 1968 in Berlin neben Jeannette noch zwei weitere reine Lämmchen- Nachfahren bei einer Krankenschwester lebten: Beatrix und Brutus. Diese drei Tiere wurden von der Familie Barensfeld in (damals) Ost-Berlin gekauft und es wurde eine Zucht aufgebaut, der wir heute die gelungene Erhaltung der einzigen deutschen Katzenrasse verdanken. Ganz früh wurden alle Rexkatzen untereinander gekreuzt. Noch wusste man nichts von den verschiedenen Rex-Genen. So verwischten die einzelnen Rassen immer mehr und drohten, verloren zu gehen.

1970 verpaarten Züchter in Kalifornien erstmals Cornish Rex und German Rex miteinander. Erst viel später trennte man diese vermischten Typen wieder und die Cornish wurde durch Einkreuzen von Siam-Katzen näher zum orientalischen Typ gebracht. Im Zwinger DAZZLING wurde die Trennung der Cornish Rex und der German Rex gestartet und durch Einkreuzung von Havana's wurden schon in den 70-er Jahren die Farben Chocolate und Lilac in die Cornish Rexe eingebracht.

In Deutschland fehlten leider German Rex-Katzen und so wurden deutsche Hauskatzen eingekreuzt, um die Zuchtbasis zu vergrössern. Auch Perserkatzen und Devon Rexe wurden eingezüchtet. Die Perserkatze wirkte sich günstig auf die Felldichte doch weniger auf den Ursprungstyp aus, die Devon Rex dagegen negativ. Mit diesen Kreuzungen wurde erstmals festgestellt, dass die Gene der Rexkatzen verschieden sind und dass sie sich nicht erfolgreich untereinander verpaaren lassen. Es gab mit Devon Rexen nur glatthaarigen Nachwuchs.

1973 kam die erste deutsche Rex-Katze in die heutige Bundesrepublik zur Familie Wöllner. Es kamen noch etliche Tiere nach, denn die Wöllners waren die einzigen, die sich für diese seltene Rasse einsetzten und sie über Jahre hinweg in (West-)Deutschland alleine züchteten. Als ein Siammischling bei Familie Wöllner Einzug hielt, war auch der Weg für die erste German Si-Rex Diane II von Zeitz besiegelt. Dieser Mischlingskatze verdanken wir die heutigen Maskenkatzen in dieser Rasse.

1979 fand man in Siegburg in einem Reitstall eine dritte German Rex Katze. PREUSS, so der neugewählte Name des Katers, wurde ebenfalls in die German Rex Linien eingekreuzt. Auch seine Nachkommen aus einer einmaligen Verpaarung waren kurzhaarig.

Anfangs der 80-er Jahre fand Frau Hackmann auf Lanzarote einen rot- weissen Rexkater, der ebenfalls ins Zuchtprogramm integriert worden ist. LOCKI- LANZAROTE schaffte problemlos den INT.CH. und sein Nachwuchs hatte Locken.

Mangels fehlenden Zuchttieren wurden fremde Rassen eingekreuzt, während sich einige an den Hauskatzentyp anlehnten, versuchten es andere mit Persern und Britisch Kurzhaar. So entstanden zwei völlig verschiedene Typen.

Zu Anfang wurde auch nur auf das Fell geachtet, der Typ war zweitrangig. Die Züchter in der damaligen DDR und Familie Wöllner arbeiteten je einen Standard (Rassenbeschrieb) aus und im November 1982 wurde die Rasse durch die FIFe anerkannt. Man einige sich bei der Anerkennung auf den Standard, der die German Rex dem ursprünglichen Typ zuweisen liess. Abweichend von Lämmchens Typ (sie hatte ein römisches Profil) schrieb nun der Standard eine leichte Einbuchtung in der Nasenlinie vor.

Seither wurde gezielt am Typ gearbeitet. Heute präsentiert sich die German Rex als eine mittelgrosse, kräftige und muskulöse Katze, ohne jedoch massiv oder plump zu sein. Der Kopf ist gerundet mit kräftigen Wangen und die Nase hat am Ansatz eine leichte Einbuchtung. Die Augen sind mittelgross und rund, die Ohren passend in der Grösse und mit gerundeten Spitzen. Die Beine der German Rex sind mittellang und verhältnismässig fein und sie steht auf ovalen Pfötchen. Nur zu sehen sind sie praktisch nie...

Obwohl sich einpaar mutige Züchter an diese Züchterarbeit wagten und auch gute Ergebnisse erzielt haben, ist die German Rex immer noch sehr selten. Es ist noch immer nicht möglich, German Rex mit German Rex zu verpaaren, da die vorhandenen German Rex Katzen viel zu selten, oder aber zu nahe verwandt sind. Es wird immer noch mit Hauskatzen eine breitere Zuchtbasis geschaffen. Hoffen wir, dass es auch in Zukunft Züchter gibt, die Spass an der verantwortungsvollen Herausforderung haben, um eine alte, echte deutsche Katzenrasse zu erhalten.

Das Wesen, der Charakter

Die German Rexe haben ein absolut freundliches Wesen und sie schliessen schnell Kontakt. Sie sind temperamentvoll, verspielt und intelligent. Sie sind voller neugierigem Tatendrang und stets voller verschmitzter Einfälle. Auch die German Rex beherrscht allerlei akrobatische Kunststücke, die sie, bestärkt durch unser herzhaftes Lachen, gerne unermüdlich wiederholt.

Sie sind sehr menschenbezogen und nehmen an allen (Haushalt-) Aktivitäten lebhaften Anteil. Eines vertragen die Babies allerdings nicht: zu lange alleine gelassen zu werden, oder ohne die Bezugsperson Mensch zu sein. Sie leben ohnehin schon dauernd in Angst, ihr Mensch, ihr Halbgott, könnte sie verlassen. So vernachlässigte Jungtiere zeigen ein Leben lang eine Nervosität und Aengstlichkeit, die sie zu Einzelgängern werden lässt.

Die Stimme ist leise und selbst während der Rolligkeit sind die German Rexe angenehme Mitbewohner. Allerdings sind sie von Anfang an die "Bosse", nötigenfalls wird dieser Zustand mit knallenden Ohrfeigen hergestellt.
Andere Rassen stehen da machtlos gegenüber und "es" dauert auch nur Sekundenbruchteile. Die Rexe lassen das andere Katzen aber nicht offensichtlich spüren, sie regeln fortan die Rangordnung mit Charme.

Sie sind aufmerksam und lebhaft, sind ausgesprochen lieb, sehr umgänglich und auch von Fremden gut zu hüten. Sie sind wirklich gutmütig, vorallem im Umgang mit Kindern. Undenkbar, dass eine German Rex beisst oder kratzt - nur die Nr.1 wollen sie sein.

Die German Rex ist ein Haustier mit einem angenehmen Charakter. Als mir zum erstenmal eine German Rex gegenüber stand, war ich hingerissen von ihr. Kleine Ohrbüschelchen wie ein Luchs, recht grosse Ohren, runder Kopf - also ein Babyface zum Knutschen! Darin bewegten sich pfiffige grosse Augen, in denen der Schalk zu greifen war. Sie kam mir entgegen mit einem dicken, runden Bäuchlein auf stelzigen feinen Beinen. Von vorne sah die German Rex aus, als ob sie zu lange krumme Dackelbeine hätte und von hinten wackelte alles, als ob sich soeben ein Boxerwelpe davonschleichen würde. Der Schwanz stand auf "Freundlichkeit pur" und der Willkommensgruss klatschte mitten ins Gesicht. Der Griff ins Fell liess alle guten Vorsätze dahinschmelzen....

Die Zukunft

German Rexkatzen sind züchterisch noch weitgehend unerschlossen. Sie sind besonders interessant für den ernsthaften Züchter, der nicht nur "vermehren" will. Alle Farben sind zugelassen und sollten die bisher noch wenig bunte Palette bereichern helfen.

Etwas ganz Besonderes...
Mögen sie aussehen wie sie wollen, wer sie liebt, wird ihr Sklave sein. Sie bezaubern ihren Besitzer auf ihre ganz spezielle Art. Sie lassen niemals einen Zweifel aufkommen, wer da "Chef" im Hause ist und regiert. Zufällig zum Heim gehörende Artgenossen (auch anderer Rassen) haben in Demut zu erstarren und werden nur hie und da mit einem Spielchen beglückt. Die der German Rex eigene Art zu spielen und zu "ringen" oder knallende Ohrfeigen auszuteilen, lassen sie zu Darstellern der Extraklasse werden, da sie genau wissen, dass man ihnen gerne zuschaut.
Macht die German Rex auf eingebildete Beute den "Todessprung", so begnügt sie sich keinesfalls mit einem hundskommunen "Bocksprünglein", nein!, die krummen Beine schnellen den Körper in die Luft und die German Rex landet erst nach einer anderthalbfachen Schraube mit zweifacher Drehung, oder einem saltoähnlichen "Drüller".
Soll ein einmal beschlossener Plan nach langem Palaver ausgeführt werden, redet sie sich selber gut zu und tut mit einem letzten Quitscher und freundlich schwanzwedelnd ihre Arbeit - durchaus auch eine verbotene.

Die German Rex geht nie einen normalen Weg, wenn es die Möglichkeit gibt, über etwas zu klettern oder zu springen. Sie ist immer in Eile, immer gerade dabei, etwas zu vollbringen, oder dem Artgenossen im Vorbeigehen eine zu "knallen". Man kann wirklich nicht sagen, dass es einem um eine German Rex jemals langweilig wird. Sie kann die Nase in die Kochtöpfe stecken, oder vom Badewannenrand aus mit Seifenschaum um sich werfen, über Tische, Stühle, Schränke oder Schultern rennen, immer in panischer Angst, ihr Halbgott 'Mensch' könnte sie verlassen.

Der Kopf, der mir damals gegen die Nase knallte, der Blick aus blinzelnden Augenschlitzen und das laute Schnurren vertieften eine ganz besondere Freundschaft: Die einer German Rex !

Standard für die German Rex
(gemäss FIFe und WCF)

Körper:
Der Körper ist von mittlerer Grösse und Länge. Er soll kräftig und muskulös aber nicht massiv oder plump sein. Die Brust ist im Profil gerundet und kräftig. Der Rücken ist gerade. Die Beine sind verhältnismässig fein und von mittlerer Länge. Die Füsse sind gut ausgeprägt, eine ovale Form andeutend.

Kopf:
Der Kopf ist gerundet, mit guter Breite zwischen den Ohren, einem kräftigen Kinn und gut entwickelten Wangen. Die Nase weist eine leichte Einbuchtung am Ansatz auf. Die Augen stehen in gutem Abstand zur Nasenlinie, eher weiter aussen als nach innen. Der Schnurrbart ist leicht gedreht.

Augen:
Die Augen sind von mittlerer Grösse, gut geöffnet und rund, von leuchtender Farbe, die zur jeweiligen Haarfarbe harmonierend soll.

Ohren:
Die Ohren sind mittelgross, breit am Ansatz und an den Spitzen leicht gerundet. Die Aussenseite ist mit feinem Haar dicht besetzt, die Innenseite leicht behaart.

Schwanz:
Der Schwanz weist eine mittlere Länge auf. Von einem mittleren Ansatz aus leicht zulaufend zu einer rundlichen Spitze. Eine gute Behaarung aufweisend muss er ohne jeden Defekt im Knochenbau sein.

Fell:
Das Rexfell ist verschieden von dem Normalfell und das wesentliche Merkmal der German Rex. Durch das Fehlen der Grannenhaare fasst sich das Fell weich und samtig wie ein Maulwurfpelz an. Das Fell ist kurz und plüschartig, mit eindeutiger Tendenz zur Welligkeit oder Lockung. Abgeschlossen ist die Locken-Entwicklung oft erst mit zwei Jahren. Bei Jungtieren ist das zu berücksichtigen. Es sind alle Fellfarben erlaubt.

Für Schneesturm-Gruppe

© by German Rex Cattery

„the frizzled frolic“

Uschi Schwarzenbach

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Selkirk Rex

In der Familie der Lockenkatzen ist die Selkirk Rex einzigartig. Sie ist nicht so elegant und zart gewellt wie die German, nicht so edel, langgliedrig und fein onduliert wie die Cornish, noch von der geradezu extraterrestrischen Raffinesse der Devon Rex. Nein, diese Rexkatze ist eher bodenständig, kräftig bis rundlich gebaut mit dickem, plüschig weichem, unregelmäßig gelocktem Fell, vollen Wangen und runden Knopfaugen. Sie sieht aus wie ein zauseliger Schmuseteddy und ist wirklich ein ausgemachter Schmusebär. Von Natur ist sie anschmiegsam, liebt Körperkontakt und genießt es, gestreichelt zu werden. Ihre leise Stimme hört man selten, da die Sprache der „Kirkis“ hauptsächlich aus Schnurren und zurückhaltendem Gezwitscher oder Gurren besteht.

Die Lockentextur, die sich bei Langhaar zur einer losen „Sturmfrisur“ oder sogar zu regelrechten Korkenzieherlöckchen entwickelt, zeigt bei dickem dichtem Kurzhaar schäfchenweiche Kringel am ganzen Körper. Die Pflege ist unproblematisch, denn das Haar filzt kaum. Zweimal wöchentlich kämmen und bürsten genügt.

Die Story

Die Selkirk Rex Katze, ein Newcomer in der Katzenszene, entstand ursprünglich ganz ohne menschliches Zutun. Sie wurde nicht erzüchtet, sondern in Amerika entdeckt. Ihre noch kurze Entwicklungsgeschichte verdeutlicht beispielhaft die grundlegende Rolle der Hauskatze als Ursprung und Quelle der verschiedenen Katzenrassen, zeigt aber auch, dass es der Aufmerksamkeit fachkundiger Katzenkenner bedarf, um eine wertvolle natürliche Mutation zu erkennen, zu erhalten und schließlich so zu verfeinern, dass eine Standard gemäße Rasse ersteht.

Angefangen hatte alles im Tierheim. 1987 hatte jemand bei der Bozeman Human Society (amerikanischer Tierschutzverein) in Sheridan Montana / USA eine Hauskatze mitsamt ihren sechs Jungen abgegeben. Eines der kleinen Kätzchen unterschied sich von seinen Geschwistern. Seine Haare waren nicht glatt, sondern gekräuselt. Einer Angestellten, Peggy Vorrhees, war das sofort aufgefallen. Sie hatte ein Auge dafür, denn ihre Freundin Jeri Newman züchtete Perserkatzen (NOFACE Cattery). Newman nahm die kleine Lockenkatze mit nach Hause und nannte sie „Miss DePesto of Noface“. Pest, wie sie kurz genannt wurde, war blue-tortie-white, kurzhaarig, eine freundliche Katze im Hauskatzentyp mit ziemlich ausladendem muskulösem Körper, breitem Kopf und langer Schnauze. Newman paarte sie mit dem schwarzen Perserkater „Photo Finish of Deekay“. Pest wurde stolze Mutter von sechs Kätzchen, von denen drei wiederum Locken hatten. Das auffälligste der Kleinen, ein kräftiger schwarz-weißer Kater mit besonders stark gekräuseltem Fell, bekam den Namen „Noface Oskar Kowalski“ und wurde der Urahn mehrerer nachkommender Linien.

Das war der Beginn der neuen Zucht!

Nach nur sieben Jahren erfolgte 1994 bereits die volle Rasseankennung der Selkirk Rex in Kurzhaar und Langhaar durch TICA . Weitere Vereine schlossen sich an. In Europa kam das erste Selkirk Nest am 03.04.1991 in der Schweiz zur Welt. Inzwischen gibt es den recht aktiven Internationalen Selkirk Rex Club mit eigener Homepage: www.selkirkrexclub.de

Rassestandard (CFA)

ALLGEMEINES: Die Selkirk Rex resultiert aus einer dominanten Spontanmutation. Sie bewirkt, dass jedes Haar (Leit-, Deck- und Unterhaare) sich sanft kringelt und das Fell sich weich anfühlt. Die Katze ist mittelgroß bis groß mit schwerem Knochenbau. Sie wirkt kraftvoll und ist überraschend schwer. Weibchen dürfen weniger massiv sein als Kater, sollen jedoch nicht zierlich wirken. Die Selkirk Rex ist eine muntere Katze mit süßem, liebenswertem Charakter.

KOPF: Schädel: Bei Kater und Kätzin rund, breit und vollwangig. Unterliegende Knochenstruktur rund, keine platten Flächen. Schnauze: Mittelbreit mit viereckiger Erscheinung durch ausgeprägte Schnurrhaarkissen. Unterliegende Knochenstruktur gerundet. Die Länge der Schnauze entspricht der halben Breite. Im Profil tritt die Schnauze deutlich sichtbar vor die Wangenrundung. Kinnspitze, Oberlippe und Nasenspitze liegen auf derselben vertikalen Linie. Das Profil zeigt einen Stop. Die Nase verläuft abwärts in konvexer Kurve unterhalb der Augenhöhe. Kinn: Stark, gut entwickelt, gut zum Kopf proportioniert. Ohren: Mittelgroß, breit an der Basis, spitz zulaufend, weit gesetzt. Sie sollen sich in die gerundete Kontur des Kopfes einpassen. Haarbüschel, falls vorhanden, lockig. Augen: Groß, rund, schön weit gesetzt. Die Augen sollen weder mandelförmig noch oval sein, die inneren und äußeren Augenwinkel liegen auf derselben horizontalen Linie.

KÖRPER: Torso: Mittelgroß bis groß und ausgewogen. Der kraftvolle muskulöse Torso ist mehr rechteckig als quadratisch, jedoch nicht lang. Rücken gerade mit leichtem Anstieg nach hinten. Schultern und Hüfte gleich breit. Beine: Mittellang bis lang. Kraftvoller Knochenbau, in guter Proportion zum gesamten Körper. Pfoten: Groß, rund, stark. Zehen: Fünf vorne, vier hinten. Schwanz: Mittellang, zum Körper passend. Stark an der Basis, am Ende weder abgestumpft noch zugespitzt.

FELL: Länge: Zwei Längen - kurz und lang. Der Unterschied ist am deutlichsten an Schwanz und Halskrause zu erkennen. Bei Kurzhaar hat der Schwanz die gleiche Haarlänge wie der übrige Körper (2,5 - 5 cm), die Locken am Schwanz liegen plüschig an. Am Kragen ist das Haar genauso lang wie am Körper. Bei Langhaar sind die Locken am Schwanz fedrig und stehen ab. Die Halskrause ist ebenfalls länger und umrahmt das Gesicht. KURZHAAR: Textur: Die Felltextur ist weich, plüschig, reich ausgebildet und offensichtlich lockig. Dichte: Das Fell ist dicht und dick, ohne kahle oder spärlich behaarte Körperstellen. Das Fell darf nicht flach oder eng anliegend wirken, es steht vom Körper ab. Locken: Unregelmäßige, ungleichmäßig ausgebildete einzelne lockere Locken, nicht in Wellen über den Körper laufend, sondern mehr büschelweise. Obwohl die Lockenbildung je nach Haarlänge, Geschlecht und Alter individuell unterschiedlich ausfällt, sollte das Fell insgesamt den Effekt des Rexgens aufweisen. Die Kräuselung kann um Hals, Schwanz und Bauch deutlicher hervortreten. Bei Babys und jungen erwachsenen Katzen darf die Lockenbildung schwächer sein. LANGHAAR: Textur: Die Felltextur ist weich, voll ausgebildet und offensichtlich lockig. Sie erscheint optisch und haptisch weniger plüschig als bei KH, sollte jedoch nicht

dünn wirken. Dichte: Das Fell ist dicht und dick ohne kahle oder spärlich behaarte Körperstellen. Es kann vom Körper abstehen, darf weniger plüschig als bei KH sein, ohne jedoch eng anzuliegen. Locken: Unregelmäßige, ungleichmäßig ausgebildete einzelne Locken, die nicht in Wellen liegen, sondern mehr büschelig oder als Kringel ausgebildet sind. Obwohl die Lockenbildung je nach Haarlänge, Geschlecht und Alter individuell unterschiedlich ausfällt, sollte das Fell insgesamt den Effekt des Rexgens aufweisen. Die Kräuselung kann um Hals, Schwanz und Bauch deutlicher hervortreten. Bei Babys und jungen erwachsenen Katzen darf die Lockenbildung schwächer sein.

FEHLER: Extrem massive oder orientalisch schlanke Erscheinung

DISQUALIFIKATION: Extremer Nasenbreak, zu schwach ausgeprägte Schnauze, Fehlbiss, Knickschwanz, Schielen, offensichtliche physische Deformation einschließlich Polydaktilie, vollständig fehlende Locken.

FARBEN: Alle anerkannten Farben und Musterungen wie bei Persern und British Shorthair, mit Erlaubnis eines Halsflecks oder Medaillons in Weiß ohne Punkteabzug. Katzen mit anderen Farben oder Kombinationen werden in der Farbklasse OSRC (OTHER SELKIRK REX COLOURS) zusammengefasst.

PUNKTESKALA:

Kopf (30)

Schädel 10

Schnauze, Kinn & Nase 10

Ohren und Augen 10

Körper (30)

Torso 15

Beine und Pfoten 10

Schwanz 5

Fell (30)

Textur, Dichte, Locken 30

Farbe (einschließlich Augenfarbe) 10

Ingesamt 100

Genetik und Zucht

Das Selkirk-Rex-Gen wirkt auf alle drei Haarsorten. Unterwolle, Deckhaare, Leithaare und sogar die Tasthaare (Schnurrbart, Augenbrauen) sind gekräuselt. Das Fell ist vollständig ausgebildet. Im Gegensatz zu allen anderen bisher bekannten Rexgenen handelt es sich bei der Selkirk um ein dominantes Gen, das die Lockenbildung verursacht. Die Selkirk Lockenkatze muss also mindestens einen gelockten Elternteil haben. Zur Weiterzucht genügt es, wenn einer der Eltern Locken zeigt.

Für eine gesunde Grundlage der Rasse sind anfangs viele Kreuzungen notwendig, damit eine ausreichende Zuchtbasis geschaffen wird. Bei der Wahl der Zuchtpartner ist es sinnvoll, nicht nur auf ähnlichen Körperbau und Kopftyp, sondern auch auf die erwünschte dichte und weiche Haarstruktur zu achten. Bei der Verwendung von Persern kommen solche „mit Näschen“ (kein zu flaches Profil, kein extremer Stop) infrage, damit man sich nicht zu weit von Selkirk Standard entfernt. Für Kurzhaar lassen sich British Shorthair gut kombinieren. Gerade der Einfluss des besonders reichen, „doppelten“ Kartäuserpelzes scheint sich positiv auf die dichte Textur der Selkirk auszuwirken. Die glatthaarigen Kätzchen, die zu 50 % fallen, entsprechen im weitesten Sinne dem britischen Standard. Sie tragen keine Anlage für Locken.

Ortrun Wagner

Cattery Muspilli

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Scottish Fold

Auf einem kleinen Bauernhof bei Coupar Angus am schottischen Flüsschen Tay nordwestlich Dundee entdeckte ein Schäfer namens William Ross die erste Scottish Fold Katze. Sie hieß Susie, war weiß und hatte ungewöhnlich aussehende Ohren: nicht aufrecht stehend, sondern am Köpfchen anliegend, was der Katze ein ganz besonderes Aussehen verlieh. Das war im Jahre 1961.

Mr. Ross züchtete aus einer Tochter der Ursprungskatze Susie die Scottish Fold, wie wir sie kennen und lieben, mit ihrem wunderbaren „Eulenblick“. Schon im Jahre 1978, als die Cat Fanciers‘ Association (CFA) die Scottish Fold voll anerkannte, waren viele Amerikaner total entzückt von dieser hübschen Katze. Heute hält die Scottish Fold dort vor den meisten anderen Rassen Platz 6 der Beliebtheitsskala!

Faltohrkatzen sind unkomplizierte, fröhliche Hausgenossen ohne extravagante Ansprüche. Dem niedlichen Aussehen entspricht ihr lieber Charakter. Sie spielen gern und scheinen Späße zu mögen. Mit ihren Einfällen erheitern sie manchen in trüber Stimmung. Sie genießen Liebkosungen, schnurren sanft sprechen leise und verabscheuen Lärm und Streitereien. Sie entwickeln eine starke innere Beziehung zu ihren Menschen, lieben sie sehr und wollen immer in ihrer Nähe sein. Die meisten Scottish Fold Katzen scheinen das Leben leicht zu nehmen und freuen sich über Neues, das es zu erleben und zu entdecken gibt. Viele werden mit weit über 15 Jahren ziemlich alt und bleiben bis ins hohe Alter fit. Ihre besondere Vitalität verdanken Scottish Fold Katzen der mischerbigen Züchtungsweise.

Wenn Sie bei einem Züchter nach einer Scottish Fold fragen, bedenken Sie, dass nicht alle schottischen Katzenkinder gefaltete Ohren bekommen und daher nicht immer schnell zu haben sind. Vielleicht gefällt Ihnen ein Scottish Straight Kätzchen genau so gut. Scottish Straights haben den selben koboldhaften Blick und sind genauso lieb wie ihre faltohrigen Geschwister. Als eingetragene Rassekatzen besitzen sie vollwertige Papiere. Seit 2000 werden sie in den meisten europäischen Rassezuchtvereinen als Britisch Kurzhaar (BKH) geführt (Langhaarige als Highlander, Lowlander oder Britisch Langhaar). Sie können auf Ausstellungen voll konkurrieren.

 

Rassestandard :

Die Scottish Fold entstand als Naturmutation schottischer Bauernkatzen. Die Rasse wurde in Schottland und England durch Kreuzungen mit British Shorthair und Hauskatzen aufgebaut. In Amerika wird American Shorthair und British Shorthair eingekreuzt, letztere vorwiegend in Europa. Alle echten Scottish Folds sind Nachkommen von Susie, der ersten Faltohrkatze, entdeckt von den Begründern der Rasse, William und Mary Ross.

Kopf: Gut gerundet; Kinn und Kiefer kräftig. Die Schnauze soll gut gerundete Schnurrhaarkissen aufweisen. Der Kopf soll in einen kurzen Nacken übergehen. Dicke Backen, Kater sind besonders pausbäckig.

Augen: Weit geöffnet mit lieblichem Ausdruck. Groß, rund und durch einen breiten Nasenrücken getrennt. Augenfarbe wie vom Standard verlangt zur Fellfarbe passend.

Nase: Kurz mit leichter Kurve. Ein leichter Stop ist erlaubt, aber ein ausgesprochener Break wird als Fehler bewertet. Das Profil erscheint nicht extrem im Typ.

Ohren: Vorwärts und abwärts gefaltet, klein. Kleinere, eng gefaltete Ohren werden gegenüber größeren, lose gefalteten Ohren bevorzugt. Die Ohren sollen wie ein Käppchen über dem Kopf liegen und dadurch die Rundheit des Schädels betonen. Ohrspitzen abgerundet.

Körper: Mittelgroß, gerundet und ebenmäßig von der Schulter bis zum Becken. Die Katze wirkt standfest und wohlgenährt. Sie darf keinerlei Anzeichen von verdickten, kurzen, derb gebauten Beinen aufweisen, die ihre Beweglichkeit einschränken. Die Katze erscheint insgesamt gut gebaut und ist von mittel schwerem Knochenbau.

Schwanz: Er sollte mittel lang bis lang, doch in Proportion zum Körper sein, dabei beweglich und spitz zulaufend. Bevorzugt wird ein längerer, spitz zulaufender Schwanz.

Fell: Dicht, plüschig, mittel kurz, weiche Textur, kein totes Haar; wegen seiner Dichte etwas vom Körper abstehend, nicht flach anliegend; je nach Farbe und Jahreszeit kann die Felltextur variieren.

Disqualifikation: Bei Knickschwanz; bei verkürztem Schwanz; bei einem Schwanz, der wegen abnormal verdickter Wirbel unbeweglich ist.

Farben: Wie bei British Shorthair; alle anderen Farben, Augenfarbe passend zur (vorherrschenden) Fellfarbe. Bei CFA werden Farben und Musterungen, die aus dort unzulässigen Rassekreuzungen resultieren (z. B. Chocolate, Lavender, Siamzeichnung oder deren Kombination mit weiß), nicht anerkannt.

Punkteskala

Kopf (55)

Ohren 25

Schnauze, Kinn,

Profil, Hals 15

Augen 15

Körper (40)

Torso, Beine, Pfoten 10

Schwanz 20

Fell 10

Farbe (05)

Fell- u. Augenfarbe 5

Insgesamt 100

 

De facto werden Scottish Fold Katzen auf Ausstellungen mit Ausnahme der Ohren auf europäischen Ausstellungen meistens wie Briten beurteilt!

Scottish Straight/BKH: Beurteilung als BKH

Scottish Fold Langhaar (Highland Fold, Coupari ): Beurteilung wie Scottish Fold, jedoch mit halblanger Felltextur

Scottish Straight Langhaar (Highlander, Lowlander, Britisch Langhaar): Beurteilung wie BKH, jedoch mit halblanger Felltextur

Ortrun Wagner

Cattery Muspilli

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Türkisch Van

 
Die Türkisch Van ist sicherlich eine sehr alte Rasse, die aus der türkischen Region um den VAN-See (daher der Name) stammt. Das lange größtenteils weiße Haarkleid weist auf eine Verwandtschaft mit der anderen historischen türkischen Rasse, der TÜRKISCH ANGORA, hin. Ein Beweis dafür existiert allerdings nicht. Die ersten Exemplare der Türkisch Van gelangten erst in jüngerer Zeit nach England, und zwar 1955. Trotz der Vormachtstellung der Perserkatze unter den Langhaarkatzen erweckte die Türkisch Van kein geringes Interesse und erhielt nicht wenig Anerkennung für die Qualität ihres Fells, dessen Charakteristische Färbung und den äußerst ausgewogenen allgemeinen Körperbau. Sie ist zweifellos ein sehr anmutiges Tier. Die Rasse wurde 1969 in England und im Folgejahr in der restlichen Welt offiziell anerkannt.

 

 

 

 

(Bild Türkisch Van)

Von der Türkisch Van sagt man, sie habe eine Vorliebe für Wasser. In der Tat sträubt sie sich nicht vor einem Bad, im Gegenteil.

 

 

(Bild Türkisch Angora)

FIFE-STANDARD
Körper Lang, aber sehr kräftig, muskulös mittelschwerer Typ
Kopf Kurz,nach unten abgestumpftes Dreieck, kräftiger Hals
Ohren Groß und gut behaart, breit an der Basis, leicht abgerundete Spitzen: eng gesetzt hoch und aufrecht am Schädel
Augen Groß und oval, leicht schräg gestellt Farbe: blau, helles Bernstein, odd eyed (ein blaues und ein bernsteinfarbenes Auge)
Nase Mittellang und gerade
Kinn Kräftig
Beine Mittellang Pfoten: ziehrlich, rund mit Haarbüscheln
Schwanz Mittellang, gut behaart, jedoch ohne Unterwolle
Fell Semilang am Körper, feine und seidige Textur. Kein wolliges Unterfell
Varitäten Auburn und Creme mit blauen oder amber oder odd-eyed Augen

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